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GRAN piccola PARTITA

Kammermusikalisches Konzert mit der Ensemble Aris et Aulis

Gran piccola Serenata- Kleine und Große Nachtmusik

Serenade leitet sich vom italienischen „sera“ (Abend), „sereno“ (heiter) und „al sereno“ (im Freien)
ab, üblicherweise aus 4 bis 10 Sätzen bestehende Unterhaltungsmusik.
Das Programm widmet sich 3 bedeutenden Werken Wolfgang Amadeus Mozarts in neuem
Klanggewand. Wie wohl vielfach und zu allen Zeiten waren wir zuerst eine Gruppe von Musikern,
die gern zusammen spielt, und dann auf der Suche nach passendem Repertoire.
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb zwei „Nachtmusiken“, die populäre „Kleine Nachtmusik“ KV
525 in G-Dur, und die „Nachtmusique“ Serenade c-moll KV 388 für Bläseroktett, die er später
selbst für „Grand Quintetto“, gemeint ist Streichquartett plus 2. Viola KV 406, umschrieb.
Außerdem die „Gran Partita“, „große blasende Musik von ganz besonderer Art“,
vielleicht Hochzeitsgeschenk für Constanze, das Enstehungsjahr ist nicht überliefert.
Eine Musik, die den Geist einer höfischen Ouverture atmet, einer ernsthaften Sinfonie, einer
vergnügten Oper und tiefsinniger Kammermusik.
Den Menuetten, Lieblingstanz Ludwig des XIV, und seitdem aller Aristokraten Europas, folgen in
den Trios Ländler, Gassenhauer, wie sie die einfachen Wiener zum Vergnügen aufspielten. Als ob
Mozart der höheren Gesellschaft im Burgtheater 1782 bei der Premiere spöttisch auf der Nase
herumtanzen wollte.
Bearbeitungen eigener Werke waren nicht nur zu Mozarts Zeit eine übliche Praxis, oft aus
wirtschaftlichen Gründen. Als Mozarts „Nachtmusique“ bei den Bläsern aus der Mode kam,
versuchte er es mit dem Resale als Streichquintett, Beethoven folgte ihm darin mit seinem Es-Dur
Bläseroktett.Oktett.
Bearbeitungen der Gran Partita für kleinere und bezahlbarere Besetzungen bzw. Aufführungen im
Rahmen von Hausmusiken wurden immer wieder versucht, überliefert sind aber im wesentlichen
Fragmente. Etablieren konnte sich eine vollständige Transkription von Christian Friedrich Gottlieb
Schwencke, Nachfolger C.Ph.E.Bachs in Hamburg, für Oboe, Violine, Viola, Violoncello und
Klavier.
Gemeinsam mit dessen Namensvetter, dem Komponisten Tobias Schwencke, *1974, haben wir
eine vollständige Übertragung in ein Quintett mit 2 Violen unternommen, nach dem Vorbild
Mozart‘s KV 406 nach KV 388, bei dem wir ebenfalls die 1.Violine durch die Oboe rearrangierten.
Die „Kleine Nachtmusik“ braucht eigentlich keine Unterstützung hinsichtlich ihrer Popularitat,
dennoch konnten wir der Verlockung nicht widerstehen, ihr durch die Instrumentation mit Oboe
weitere Farben hinzuzufügen.

Gran Partita B-Dur KV 361 von Wolfgang Amadeus Mozart
Ensemble ARIS&AULIS auf historischen Instrumenten: Oboe – Antje Thierbach,
Violine – Christian Voss, Viola – Lea von Cube, Viola – Ingrid Rohrmoser,
Violoncello – Patrick Sepec
Eintritt frei, Spenden erbeten
Kapelle der Versöhnung, Bernauer Str. 4, 10115 Berlin