WEIHNACHTS-WINTERANFANG. Die kommenden Tage werden kälter – aber jetzt, nach der astronomischen Wintersonnenwende, wieder ein bisschen heller! Wir helfen nach, durch die Kerzen in unseren Wohnungen und bei den weihnachtlichen Gottesdiensten in unseren Kirchen (vgl. hier die Übersicht). Es leuchten in manchen Zimmern schon Weihnachtsbäume. Die letzten, die bis zum Heiligen Abend mittags nicht verkauft werden, kommen in den Zoo. Die Elefanten freuen sich über die grünen Tannentriebe und frischen Zweige, erzählt mir der Weihnachtsbaumverkäufer. Sie fressen um den Stamm herum „alles, was übrigbleibt“. Gerne würde ich meine übrig gebliebenen dunklen Sorgen auch abgeben, damit sie gefressen werden. All das Übriggebliebene, im alten Jahr nicht Erledigte. Was zu viel und nicht zu schaffen war. Und meine Sorgen um den Frieden. Um die Schicksale der Menschen, die mich berühren, die wir in der Gemeinde begleiten. Manche Sorgen sind schon jahrealt, und manche frisch wie junges Tannengrün. Aber ich trage sie weiter mit mir, durch die weihnachtliche Zeit und ins neue Jahr hinein.
Die Last wird leichter, wenn die Melodien der alten Weihnachtslieder meine Seele erreichen. Sie erzählen von uralter Erfahrung, dass nach dem Dunkel das Licht kommt. Ich freue mich auf das Leuchten in den Stuben, wenn die Kerzen angezündet sind. Auf das Leuchten in den Gesichtern freue ich mich, in mancher ruhigen Stunde. Beim Erzählen und Rückblicken. Momente zum Lauschen werden sich in unseren Kirchen ereignen. Beim Erklingen der alten biblischen Texte. Sie erzählen unsere Menschheitssehnsucht weiter, dass wir es schaffen können, miteinander zu leben. In der Gemeinschaft der Völker. In den Nachbarschaften unserer Straßen, und in unseren Familien. Das ist kein gigantisches Programm. Klein fängt es an und winzig, alltäglich und leicht zu übersehen, wie das unterwegs auf die Welt gekommene Kind von Bethlehem. Es stiftet uns an, Güte und Klarheit weiterzugeben, unterwegs mit den Menschen, die uns begegnen. Willkommen zu festlichen Stunden in den Gesundbrunner Kirchen! Herzlich grüßt Thomas Jeutner
